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Europäisches WOW/EZA Seminar zur Gleichstellung der Geschlechter

Am 20. und 21. Oktober 2026 fand ein europäisches Seminar zur Gleichstellung der Geschlechter statt, das von der World Organisation of Workers in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) organisiert und von der Europäischen Union finanziert wurde. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft wirksam vorangebracht werden kann.

Bei dem Thema, das deutliche Unterschiede zwischen den europäischen Ländern aufweist, beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, die mit der Gleichstellung der Geschlechter verbunden sind. Dabei wurde deutlich, dass Gleichstellung ein sehr vielschichtiges Thema mit, nach wie vor, großen Herausforderungen ist. Fakt ist, dass Gleichstellung eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas ist. Angesichts des Fachkräftemangels und des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Arbeitskräfte wurde insbesondere die Bedeutung von Frauen am Arbeitsmarkt hervorgehoben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der ungleichen Verteilung von Verantwortung und unbezahlter Arbeit im Alltag. Insbesondere die sogenannte „Mental Load“, also die unsichtbare Denk- und Organisationsarbeit im Privatleben und ihre ungleiche Verteilung zwischen den Geschlechtern wurde thematisiert.

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass es ein Bündel an Maßnahmen braucht, um Gleichstellung zu erreichen.

Zwei Frauen der österreichischen Delegation werteten die Veranstaltung mit ihren Vorträgen auf. Iris Seewald, Betriebsratsvorsitzende bei ifs und Präsidiumsmitglied der FCG/GPA erläuterte, wie man Gleichstellung in echte Veränderung am Arbeitsplatz umsetzt.

Cornelia Pöttinger, Betriebsratsvorsitzende beim Hilfswerk erklärt Kollektive zu echten Motoren des Wandels und dass es wesentlich sei, dass Gleichstellung Regeln brauche und nicht bloße Versprechen.

Fazit: Das europäische Seminar von WOW-Europe und EZA machte deutlich, dass die Gleichstellung der Geschlechter ein entscheidender Faktor für die Zukunft Europas ist. Um vorhandene Potenziale vollständig auszuschöpfen, müssen politische Zielsetzungen in konkrete Veränderungen am Arbeitsplatz und im Alltag umgesetzt werden. Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Sozialpartnern, Unternehmen und Politik kann eine gerechtere Arbeitswelt geschaffen werden, die sowohl den Beschäftigten als auch der europäischen Wirtschaft zugutekommt.

Eine Beobachtung noch zum Schluss: bei diesem Seminar nahmen erstmals mehr Frauen teil als Männer. Zufall?